Asklepios: Rücksichtslose Gewinnmaximierung statt möglichst guter Patientenversorgung

Die seit über einem Jahr andauernde Tarifauseinandersetzung an der Asklepios-Klinik im niedersächsischen Seesen wirft ein Schlaglicht auf die Folgen der Gewinnorientierung im Gesundheitswesen. Mit Einschüchterungsversuchen, Ausgliederungen und Entlassungen versucht der Konzern, die Beschäftigten davon abzuhalten, ihre demokratischen Grundrechte wahrzunehmen. Das Vorgehen zeigt: Für Asklepios steht nicht eine gute Gesundheitsversorgung, sondern der höchstmögliche Gewinn im Vordergrund.

Am 16. November kündigte das Management an, die renommierte Reha-Klinik in Seesen zu schließen. Die Gründe hierfür sind nicht im Arbeitskampf, sondern offenbar in den exorbitant hohen Renditevorgaben von Asklepios zu suchen. Klarer kann die Konzernspitze ihre Strategie der rücksichtslosen Profitmaximierung nicht demonstrieren. Besonders in der aus Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen finanzierten Gesundheitsversorgung haben solche Praktiken nichts zu suchen. Um das deutlich zu machen, haben die Seesener Beschäftigten den Appell für ein bedarfsorientiertes Gesundheitswesen mit guten Arbeitsbedingungen gestartet. Mach mit!

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