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Heimat, schöne Fremde

Vernissage: 22. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Ausstellungszeitraum: 22. Oktober - 6. Dezember 2019
Ort: VHS Hannover-Land, Suttorfer Str. 8, 31535 Neustadt a. Rbge.
Veranstalter: Bildungswerk ver.di u.a. (siehe Flyer)

Download Flyer "Heimat, schöne Fremde" 2019 (pdf)

Führungen durch die Ausstellung können angemeldet werden beim Arbeitskreis Regionalgeschichte:
Tel.: 05032 617-05
E-Mail:

Programm

Stadtrundgang
Datum: 3. November 2019
Zeit: 11.00 Uhr
Treffpunkt: Zwischen den Brücken, 31535 Neustadt a. Rbge.

Film "Grün ist die Heide"
Datum:
5. November 2019
Zeit: 19.30 - 22.00 Uhr

Seminar und Filme
Datum: 10. November 2019
Zeit: 11.00 - 17.00 Uhr

Illustrierter Vortrag von Hubert Brieden
Datum: 13. November 2019
Zeit: 19.30 Uhr

Gespräche in der Ausstellung über das Thema "Heimat"
Datum: 2. Dezember 2019
Zeit: 19.00 Uhr

"Heimat" hat Hochkonjunktur

Nur wenige Worte der deutschen Sprache lösen so unterschiedliche Reaktionen und Emotionen aus wie der Begriff „Heimat“. Für die einen liegt die Heimat in der Vergangenheit, in ihren Erinnerungen an eine schöne Kindheit oder vertraute Landschaften. Andere suchen eine Heimat irgendwo in der Fremde und hoffen auf soziale Kontakte, in denen sie akzeptiert und nicht ausgegrenzt werden. In einer Zeit des Umbruchs, stellen sich immer mehr Fragen nach Heimat, Identität, Offenheit und Zugehörigkeit.

Wieder andere halten den Begriff „Heimat“ für historisch belastet, weil er untrennbar mit deutsch-nationalen Ideologien verbunden sei, die während der NS-Diktatur zur Diskriminierung und Vernichtung unerwünschter Minderheiten führten. Das Wort „Heimat“ ist hier Synonym für eine trügerische Idylle, Ausgrenzung und Kitsch.

Wer sich mit (regionaler) Geschichte befasst, ist beinahe zwangsläufig immer wieder mit diesem Terminus konfrontiert. Es gibt Heimatforscher, Heimatmuseen, Heimatzeitungen, Heimatkrimis, Heimatfilme und inzwischen auch Heimatministerien.

Warum dieser häufige Gebrauch eines vieldeutigen Wortes, das es in anderen Sprachen nicht gibt und das daher kaum zu übersetzen ist?

Kerstin Faust (Künstlerin) von der Kunstinitiative „in between“ und Hubert Brieden (Historiker) vom Arbeitskreis Regionalgeschichte haben sich beide auf besondere Weise mit dem Thema „Heimat“ auseinandergesetzt und eine spannende Ausstellung aus unterschiedlichen Blickwinkeln entwickelt. Wir hoffen mit dieser Ausstellung und Veranstaltungsreihe Beiträge zu interessanten Diskussionen zu leisten.

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